Ruhige Winterpause in den Museen? – weit gefehlt!!!

Die diesjährige winterliche Schließungszeit der beiden Museen war alles andere als ruhig. Im Gegenteil, in fast allen Räumen wurde gearbeitet, gereinigt, umgebaut. Im Flachsmuseum hat sich insbesondere das Kellergeschoss verändert: mit einer Zwischenwand wurde der große Kellerraum unterteilt und seitdem können im hinteren Teil alle notwendige Geräte und Utensilien für die Bewirtung unserer Gäste dort übersichtlich geordnet und aufbewahrt werden. Der vordere Kellerteil hat sich schon mehrfach als geeigneter Arbeitsraum für Flachsdiplome erwiesen und lädt mit Brechen, Schwingen und Hecheln ein, das zu Beginn zur Verfügung gestellte Flachsbündel fachgerecht bis zum fertigen Faden zu verarbeiten.
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Besonders viel bewegt wurde im Volkstrachtenmuseum. Da ab Ende März im Dachgeschoss die „himmelwärts“-Sonderausstellung für ein Jahr einzieht, musste die gesamte Sammlung der Volkstrachten auf zwei Etagen untergebracht werden. Hier hat sich vor allem Inge Theissen sehr engagiert eingesetzt und mit Ulla Günther ein neues Ausstellungskonzept entwickelt. Danach werden die Trachten in der nächsten Zeit als „Rundreise durch Europa“ präsentiert. Man stelle sich vor: alle vorhandenen Figurinen aus den Vitrinen holen, diejenigen auswählen, die in der Ausstellung bleiben und andere Puppen ausziehen, die Kleider fachgerecht in dafür geeignete große Kartons verpacken, allzu wacklige oder kaputte Figurinen entsorgen, einige Bildwände abmontieren, Wände nachstreichen und alle Vitrinen-Glasscheiben innen und außen putzen. Dann wieder die Figuren und Ausstellungsteile einräumen, die Vitrinen dekorieren, beschriften…… Auf diese Weise haben viele Mitglieder des HV in den letzten drei Monaten jede Menge Stunden im Depot, in den Vitrinen, auf der Leiter und zwischen den Trachten verbracht. Nach übereinstimmender Meinung der Beteiligten hat all die viele Arbeit auch eine Menge Spaß und Vergnügen bereitete.
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Das Dachgeschoss präsentiert sich inzwischen „himmelwärts“ mit vielen kirchlichen Gewändern, Textilien und Exponaten aus Kirchen und Kapellen der Pfarre St. Martin. Damit beteiligen wir uns am gemeinsamen Projekt von ca. 50 Museen und Einrichtungen im Raum Niederrhein. Für beide Ausstellungen gibt es extra ausgearbeitete Broschüren, die durch die Räume begleiten und auch ohne Führung Wissenswertes über die gezeigten Exponate vermitteln. Wir hoffen, dass sowohl die „Pracht der Tracht“ als auch die „textilen Kirchenschätze im Verborgenen“ in den nächsten Monaten viele Besucher und auch neue Gäste ins Volkstrachtenmuseum bringen.

(Klara Schlömer)